Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 2. November 2026
§ 1 Anbieter und Geltungsbereich
Anbieter des unter www.kassenflow.de erreichbaren Dienstes „KassenFlow“ ist:
Maik Söllner
Sportplatzstraße 4
95176 Konradsreuth
Deutschland
E-Mail: info@kassenflow.de
Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung von KassenFlow – für die kostenlose Version ebenso wie für die kostenpflichtige Mitgliedschaft „KassenFlow Premium“. Nutzer im Sinne dieser Bedingungen ist, wer ein Konto anlegt (Kontoinhaber). Abweichende Bedingungen des Nutzers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihnen ausdrücklich in Textform zu.
Das Angebot richtet sich an Verbraucher und an Unternehmer, etwa Vereine, Schulen oder Fördervereine. Verbraucher ist jede natürliche Person, die den Vertrag überwiegend weder zu gewerblichen noch zu selbständigen beruflichen Zwecken schließt (§ 13 BGB).
§ 2 Leistung
KassenFlow ist eine im Internet bereitgestellte Anwendung, mit der Nutzer bei Flohmärkten, Basaren, Vereins- und Schulfesten und ähnlichen Verkäufen Artikel mit Preisen anlegen, verkaufte Artikel antippen, Summe und Rückgeld anzeigen lassen und die Umsätze eines Verkaufsevents auswerten können. Die Software wird nicht überlassen, sondern für die Dauer des Vertrags zur Nutzung über einen Webbrowser bereitgehalten.
Es gibt zwei Tarife:
- Kostenlos – dauerhaft und ohne Zahlungspflicht nutzbar, mit Mengengrenzen (derzeit bis zu 10 Artikel und 1 gleichzeitig laufendes Verkaufsevent) und ohne die Premium vorbehaltenen Funktionen.
- Premium – kostenpflichtig, ohne diese Mengengrenzen und mit dem vollen Funktionsumfang.
Welche Funktionen zu welchem Tarif gehören, ergibt sich aus der Gegenüberstellung auf der Seite KassenFlow Premium in der bei Vertragsschluss geltenden Fassung.
§ 3 Zählhilfe, kein Kassensystem
KassenFlow ist eine Zählhilfe. KassenFlow ist kein elektronisches Aufzeichnungssystem im Sinne der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV), enthält keine technische Sicherheitseinrichtung (TSE), ist nicht zertifiziert, erzeugt keine Belege im Sinne der Belegausgabepflicht und ersetzt kein Kassenbuch. Gespeicherte Verkäufe lassen sich bewusst nachträglich ändern und löschen; eine unveränderbare Aufzeichnung im Sinne der GoBD findet nicht statt.
Der Nutzer prüft selbst, ob für seine Verkäufe gesetzliche Aufzeichnungs-, Aufbewahrungs- oder Belegpflichten bestehen – etwa bei gewerblichen Verkäufen oder bei steuerpflichtigen Tätigkeiten eines Vereins –, und erfüllt diese gegebenenfalls mit anderen, dafür geeigneten Mitteln. KassenFlow schuldet die Erfüllung solcher Pflichten nicht.
KassenFlow wickelt keine Zahlungen zwischen dem Nutzer und seinen Käufern ab. Zeigt die Kasse einen PayPal-QR-Code an, führt dieser zum Angebot von PayPal; für die Zahlung gelten allein die Bedingungen von PayPal.
§ 4 Registrierung, Vertragsschluss, Helfer
Die Nutzung setzt ein Konto voraus. Mit dem Absenden des Registrierungsformulars gibt der Nutzer ein Angebot auf Abschluss des unentgeltlichen Vertrags über die kostenlose Version ab; der Anbieter nimmt es an, indem er das Konto freischaltet.
Die kostenpflichtige Mitgliedschaft kommt so zustande:
- Der Nutzer ruft im Konto oder auf der Seite „KassenFlow Premium“ den Tarif auf und bestätigt das Feld zum sofortigen Beginn der Leistung (siehe § 8).
- Mit Klick auf „Event-Pass zahlungspflichtig bestellen“ bzw. „Jahrespaket zahlungspflichtig bestellen“ gibt er ein verbindliches Angebot ab und wird zur Bezahlseite des Zahlungsdienstleisters Mollie weitergeleitet.
- Der Vertrag kommt zustande, wenn der Bezahlvorgang dort erfolgreich abgeschlossen ist. Der Nutzer sieht den Stand anschließend in seinem Konto.
Bis zum Abschluss des Bezahlvorgangs kann der Nutzer seine Eingaben jederzeit korrigieren oder den Vorgang abbrechen, etwa indem er die Bezahlseite schließt oder im Browser zurückgeht.
Der Nutzer macht bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben und hält seine Zugangsdaten geheim. Der Kontoinhaber kann weitere Personen als Helfer einladen. Helfer arbeiten mit den Artikeln und Events des Kontoinhabers und nutzen dessen Tarif mit; gebucht und gekündigt wird die Mitgliedschaft ausschließlich vom Kontoinhaber. Der Kontoinhaber ist dafür verantwortlich, wen er einlädt, und kann Helfer jederzeit wieder entfernen.
§ 5 Preise und Zahlung
Premium gibt es in zwei Varianten, jeweils als einmalige Zahlung ohne Abonnement:
- Event-Pass: 6,95 € einmalig für 30 Tage Premium,
- Jahrespaket: 79,00 € einmalig für ein Jahr (365 Tage) Premium.
Der Anbieter ist Kleinunternehmer im Sinne von § 19 Abs. 1 UStG. Es wird deshalb keine Umsatzsteuer berechnet und keine Umsatzsteuer ausgewiesen; der genannte Betrag ist der Endpreis. Einrichtungs- oder sonstige Zusatzkosten fallen nicht an.
Die Preise bleiben auch ab dem 1. Januar 2027 gleich; ab dann ist darin die gesetzliche Umsatzsteuer enthalten.
Der Betrag ist einmalig im Voraus mit Vertragsschluss fällig. Es gibt keine wiederkehrende Abbuchung. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über die Mollie B.V., Amsterdam. Welche Zahlungsarten zur Verfügung stehen, wird im Bezahlvorgang angezeigt. Zu jeder Zahlung erhält der Nutzer eine Rechnung.
Premium beginnt, sobald die Zahlung bestätigt ist. Läuft zu diesem Zeitpunkt schon Premium (ein Pass, ein Jahrespaket oder die kostenlose Testphase), schließt der neue Zeitraum an dessen Ende an; es geht also kein bezahlter Tag verloren.
§ 6 Kostenlose Testphase
Jedes Konto kann die Premium-Funktionen einmalig 7 Tage kostenlos testen. Die Testphase muss der Kontoinhaber ausdrücklich starten; sie beginnt erst damit. Dafür sind keine Zahlungsdaten nötig.
Die Testphase endet automatisch mit Ablauf der Frist. Sie geht nicht in eine kostenpflichtige Mitgliedschaft über, es wird nichts abgebucht und es ist keine Kündigung nötig. Danach steht das Konto wieder in der kostenlosen Version zur Verfügung; die angelegten Daten bleiben erhalten.
§ 7 Laufzeit und Kündigung
Event-Pass und Jahrespaket enden automatisch mit Ablauf des bezahlten Zeitraums. Sie verlängern sich nicht, und es ist keine Kündigung nötig. Danach steht das Konto wieder in der kostenlosen Version zur Verfügung; die angelegten Daten bleiben erhalten.
Die bis Oktober 2026 angebotene monatliche Mitgliedschaft wird nicht mehr abgeschlossen. Besteht noch eine, läuft sie jeweils einen Monat, verlängert sich um einen weiteren Monat und kann jederzeit mit Wirkung zum Ende des bezahlten Monats gekündigt werden. Dafür stehen gleichwertig zur Verfügung:
- die Schaltfläche „Verträge hier kündigen“, die auf jeder Seite unten verlinkt ist und ohne Anmeldung genutzt werden kann,
- die Kündigung im Konto,
- eine Erklärung per E-Mail an info@kassenflow.de oder per Post an die Anschrift in § 1.
Den Eingang einer Kündigung über die Kündigungsschaltfläche bestätigt der Anbieter unverzüglich per E-Mail mit Inhalt, Datum und Uhrzeit des Eingangs und dem Zeitpunkt, zu dem der Vertrag endet. Bis dahin bleiben die Premium-Funktionen nutzbar, danach wird nichts mehr abgebucht.
Der Anbieter kann eine laufende monatliche Mitgliedschaft mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines bezahlten Monats kündigen. Event-Pass und Jahrespaket kann er nur aus wichtigem Grund vorzeitig beenden. Bereits gezahlte Beträge für Zeiträume nach dem Vertragsende werden erstattet.
Den unentgeltlichen Vertrag über die kostenlose Version können beide Seiten jederzeit ohne Frist kündigen; der Nutzer kann die Löschung seines Kontos jederzeit per E-Mail verlangen. Kündigt der Anbieter die kostenlose Version, teilt er das mindestens zwei Wochen vorher mit, damit der Nutzer seine Daten sichern kann. Das Recht beider Seiten zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 8 Widerrufsrecht
Verbrauchern steht beim Abschluss der Premium-Mitgliedschaft ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten stehen in der Widerrufsbelehrung; dort kann der Widerruf auch direkt über die Schaltfläche „Widerruf bestätigen“ erklärt werden.
Verlangt der Verbraucher vor dem Buchen ausdrücklich, dass Premium sofort beginnt, hat er bei einem Widerruf den Anteil für die bis dahin genutzte Zeit zu bezahlen. Für die kostenlose Version und die kostenlose Testphase ist kein Widerruf nötig, weil keine Zahlungspflicht besteht.
§ 9 Verfügbarkeit, Offline-Betrieb, Änderungen
Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit, schuldet aber keine ununterbrochene Erreichbarkeit. Wartung, Weiterentwicklung und Störungen außerhalb seines Einflussbereichs (etwa beim Rechenzentrum oder beim Internetzugang des Nutzers) können zu zeitweisen Einschränkungen führen. Planbare Wartungen legt der Anbieter nach Möglichkeit in nutzungsarme Zeiten.
Die Kasse kann Verkäufe ohne Internetverbindung vorläufig auf dem Gerät speichern und überträgt sie, sobald wieder eine Verbindung besteht. Bis zur Übertragung liegen diese Verkäufe nur auf dem jeweiligen Gerät. Werden vorher Browserdaten gelöscht, das Gerät gewechselt oder zurückgesetzt, können sie verloren gehen; der Nutzer achtet deshalb darauf, dass offene Verkäufe übertragen sind (die Kasse zeigt sie an).
Der Anbieter darf KassenFlow weiterentwickeln und einzelne Funktionen ändern, soweit das für den Nutzer zumutbar ist und der vertraglich geschuldete Funktionsumfang dadurch nicht erheblich eingeschränkt wird. Erheblich nachteilige Änderungen oder eine Preiserhöhung kündigt der Anbieter mindestens sechs Wochen vorher in Textform an. Der Nutzer kann die Mitgliedschaft in diesem Fall bis zum Wirksamwerden ohne Kosten kündigen; eine Preiserhöhung gilt nur, wenn der Nutzer ihr zustimmt.
§ 10 Pflichten des Nutzers, Inhalte, Datenschutz
Der Nutzer ist für die von ihm eingestellten Inhalte (etwa Artikelnamen, Eventbeschreibungen, Profilbilder) selbst verantwortlich und stellt keine rechtswidrigen Inhalte ein. Er stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer schuldhaften Verletzung dieser Pflicht beruhen.
Der Nutzer verwendet KassenFlow nicht in einer Weise, die den Betrieb beeinträchtigt – insbesondere nicht durch automatisierte Massenzugriffe oder Versuche, Zugangsbeschränkungen zu umgehen. Bei erheblichen Verstößen kann der Anbieter das Konto nach vorheriger Abmahnung sperren; ohne Abmahnung nur, wenn sie nicht zumutbar ist.
Erfasst der Nutzer personenbezogene Daten Dritter in KassenFlow – etwa Namen von Verkäuferinnen und Verkäufern beim Kinderbasar oder E-Mail-Adressen eingeladener Helfer –, ist er dafür datenschutzrechtlich verantwortlich. Soweit der Anbieter solche Daten für Nutzer verarbeitet, die KassenFlow nicht ausschließlich privat nutzen, geschieht das weisungsgebunden im Auftrag; einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung stellt der Anbieter auf Anfrage bereit. Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung.
§ 11 Daten und Datensicherung
Die vom Nutzer eingestellten Daten bleiben seine Daten. Der Anbieter nutzt sie nur, soweit es für den Betrieb von KassenFlow erforderlich ist.
Der Anbieter erstellt regelmäßig Sicherungen. Sie dienen der Wiederherstellung des Gesamtbetriebs und ersetzen keine eigene Sicherung des Nutzers. Wer die Zahlen eines Events dauerhaft benötigt – etwa für die Vereinskasse –, hält sie zusätzlich selbst fest, zum Beispiel über den Export (Premium) oder eigene Aufzeichnungen.
Nach dem Ende des Vertrags über die kostenlose Version, also mit der Löschung des Kontos, löscht der Anbieter die Daten des Kontos, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Endet nur die Premium-Mitgliedschaft, bleiben Konto und Daten in der kostenlosen Version erhalten.
§ 12 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und im Umfang einer übernommenen Garantie.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in dem Umfang, der bei ordnungsgemäßer eigener Sicherung durch den Nutzer (§ 11) zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre. Für die kostenlose Version haftet der Anbieter – außer in den Fällen des ersten Absatzes – nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit (§§ 521, 599 BGB entsprechend).
Die Beschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 13 Vertragstext und Vertragssprache
Vertragssprache ist Deutsch. Der Anbieter speichert den Vertragstext nicht gesondert für den einzelnen Nutzer. Diese Bedingungen sind jederzeit unter www.kassenflow.de/agb abrufbar und können dort gespeichert oder ausgedruckt werden. Die Daten der Buchung und der Zahlungen sieht der Nutzer in seinem Konto.
§ 14 Änderung dieser Bedingungen
Der Anbieter kann diese Bedingungen für die Zukunft ändern, etwa bei geänderter Rechtslage oder geändertem Leistungsangebot. Die neue Fassung teilt er dem Nutzer mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Wirksamwerden in Textform mit. Sie gilt erst, wenn der Nutzer ihr zustimmt. Stimmt der Nutzer nicht zu, gilt die bisherige Fassung weiter; der Anbieter kann den betroffenen Vertrag dann nach § 7 ordentlich kündigen.
§ 15 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ist der Nutzer Verbraucher, gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihm dadurch nicht der Schutz zwingender Vorschriften des Staates entzogen wird, in dem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
Sind einzelne Bestimmungen unwirksam, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung (§ 306 BGB).
Siehe auch: Widerrufsbelehrung · Verträge hier kündigen · Datenschutzerklärung · Impressum