Wechselgeld berechnen und Kasse vorbereiten
Zu wenig Kleingeld ist der häufigste Grund, warum ein Verkaufstag hektisch wird. Mit einer durchdachten Startkasse und einer Kasse, die das Rückgeld ausrechnet, ist das Thema vom Tisch.
Wie viel Wechselgeld brauche ich?
Es gibt keine allgemeingültige Zahl, aber eine belastbare Faustregel: Rechne mit rund 10 Prozent deines erwarteten Umsatzes als Startgeld, mindestens jedoch 50 Euro. Bei einem Flohmarktstand mit erwarteten 300 Euro Umsatz sind das also etwa 50 bis 60 Euro; beim Vereinsfest mit 3.000 Euro Umsatz eher 250 bis 300 Euro, verteilt auf mehrere Kassen.
Entscheidend ist dabei weniger die Summe als die Stückelung. 100 Euro in fünf 20-Euro-Scheinen sind als Wechselgeld praktisch wertlos. Was du brauchst, sind viele kleine Einheiten.
Beispiel: Startkasse für einen Verkaufsstand
Die folgende Zusammenstellung ergibt etwa 60 Euro und deckt einen typischen privaten Verkaufstag gut ab. Bei Preisen in vollen Euro-Beträgen kannst du die Cent-Münzen weglassen und stattdessen mehr 1- und 2-Euro-Stücke einplanen.
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10 × 10 Cent
nur bei krummen Preisen nötig
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10 × 50 Cent
für Preise in halben Euro
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15 × 1 Euro
wichtigste Münze überhaupt
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10 × 2 Euro
schnelles Rückgeld auf 5er
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4 × 5 Euro
für Zahlungen mit 10ern und 20ern
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1 × 10 Euro
Reserve für große Scheine
Halte die Startkasse getrennt und notiere die Summe, bevor es losgeht. Nur so kannst du am Ende zuverlässig sagen, wie viel du tatsächlich eingenommen hast: Kasseninhalt minus Startgeld.
Rückgeld bestimmen, ohne zu rechnen
Klassisch wird Rückgeld durch Subtraktion ermittelt: gegebener Betrag minus Summe. Das ist genau die Stelle, an der unter Zeitdruck Fehler passieren – besonders bei mehreren Artikeln und krummen Zwischensummen.
Der praktikablere Weg im Verkauf ist das Aufzählen: Du legst vom Rechnungsbetrag aus Münzen und Scheine hin, bis du beim gegebenen Betrag bist. Bei 13,50 € Summe und 20 € Zahlung also 50 Cent, dann 1 Euro auf 15, dann ein 5-Euro-Schein auf 20. Das lässt sich laut mitsprechen und ist für Kunden nachvollziehbar.
In der Kasse von KassenFlow tippst du zusätzlich einfach an, mit welchen Scheinen und Münzen bezahlt wurde – das Rückgeld steht dann direkt auf dem Bildschirm. Damit fällt das Kopfrechnen ganz weg, auch wenn gleichzeitig jemand eine Frage stellt.
Startgeld notieren
Summe der Startkasse aufschreiben und das Geld getrennt von den Tageseinnahmen halten.
Große Scheine abgeben
50er und 100er im Laufe des Tages beiseite legen, statt sie als Wechselgeld zu verwenden.
Zwischenstand prüfen
Nach ein bis zwei Stunden kurz nachsehen, ob eine Münzsorte knapp wird – dann rechtzeitig tauschen.
Runde Preise sparen Wechselgeld
Der wirksamste Trick gegen Kleingeldmangel liegt gar nicht in der Kasse, sondern in der Preisliste: Wer Preise in vollen oder halben Euro auszeichnet, braucht praktisch keine Cent-Münzen. Wie du eine solche Preisliste aufbaust, steht im Beitrag Preise kalkulieren für den Verkauf.
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