Flohmarkt

Kasse für den Flohmarkt

Ein Flohmarkttag steht und fällt mit der Vorbereitung. Wer Preise, Wechselgeld und eine einfache Zählhilfe parat hat, verkauft entspannter – und weiß am Abend, was tatsächlich über den Tisch gegangen ist.

Vor dem Markttag: Sortieren und Preise festlegen

Der häufigste Fehler ist, unsortierte Kisten mitzunehmen und erst am Stand über Preise nachzudenken. Das kostet Zeit, führt zu unterschiedlichen Preisen für gleiche Dinge und macht das Kassieren unnötig kompliziert. Sortiere deine Ware deshalb schon zu Hause in Gruppen, die einen gemeinsamen Preis bekommen können – etwa „Kinderbücher 1 €“, „T-Shirts 2 €“, „Spielzeug groß 5 €“.

Mit wenigen Preisgruppen statt individueller Preise pro Teil wird der Verkauf deutlich schneller. Zwei Kunden, die gleichzeitig etwas kaufen wollen, sind dann kein Problem mehr, weil du Beträge im Kopf zusammensetzen kannst, ohne nachzuschauen.

Eine kurze Packliste

  • Tisch, Decke und – wenn möglich – ein Kleiderständer für Textilien
  • Preisschilder oder Klebepunkte für die Preisgruppen
  • Wechselgeld, sortiert nach Münzen und kleinen Scheinen
  • Tüten oder Taschen für Kunden
  • Handy oder Tablet mit deiner Artikelliste als Zählhilfe
  • Etwas zu trinken und eine zweite Person zum Ablösen
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Artikel anlegen

Trage deine Preisgruppen als Artikel mit Preis ein – etwa „Buch“, „Shirt“ oder „Spielzeug“. Das dauert einmalig wenige Minuten.

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Event für den Markt

Leg für den Markttag ein Verkaufsevent an. So bleiben die Zahlen später sauber getrennt, wenn du öfter verkaufst.

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Antippen statt rechnen

Am Stand tippst du nur noch die verkauften Artikel an. Summe und Rückgeld stehen sofort auf dem Bildschirm.

Wechselgeld: lieber zu viel als zu wenig

Auf dem Flohmarkt zahlen die meisten Kunden mit Münzen und kleinen Scheinen – gleichzeitig kommt fast immer jemand mit einem 20- oder 50-Euro-Schein für einen Zwei-Euro-Artikel. Als Faustregel für einen privaten Stand haben sich rund 50 bis 80 Euro Startgeld bewährt, davon der größte Teil in Münzen sowie 1-, 2- und 5-Euro-Stücken und ein paar 5- und 10-Euro-Scheine.

Wichtig ist nicht nur die Summe, sondern die Stückelung: 50 Euro in zwei 20ern und einem 10er helfen dir nicht weiter. Wie du eine passende Startkasse zusammenstellst, steht ausführlich im Beitrag Wechselgeld berechnen und Kasse vorbereiten.

Verhandeln – und trotzdem den Überblick behalten

Auf dem Flohmarkt gehört Handeln dazu, besonders in den letzten zwei Stunden. Das ist kein Problem, wenn du dir vorher eine Untergrenze setzt und Mengenpreise überlegst: „drei Bücher für 2 €“ verkauft mehr als dreimal einzeln zu 1 € und geht schneller über den Tisch.

Damit du am Ende trotzdem weißt, was passiert ist, hat es sich bewährt, für Rabattaktionen einen eigenen Artikel anzulegen – zum Beispiel „3 Bücher“ zu 2 € neben „Buch“ zu 1 €. Du tippst dann den passenden Posten an, statt den Preis im Kopf zu verändern. So bleiben Umsatz und verkaufte Mengen hinterher nachvollziehbar, und du siehst sogar, wie gut das Bündelangebot angenommen wurde.

Nach dem Markt: die Auswertung nutzen

Der eigentliche Gewinn eines Markttags zeigt sich beim nächsten Mal. Wenn du deine Verkäufe erfasst hast, kannst du hinterher sehen, welche Gruppe gut gelaufen ist und welche du gar nicht mehr mitnehmen musst. Erfahrungsgemäß sind das bei Privatverkäufern zwei bis drei Kategorien, die den Großteil des Umsatzes ausmachen – der Rest belegt nur Platz auf dem Tisch.

Notiere dir zusätzlich, wie viel Wechselgeld du wirklich gebraucht hast und zu welcher Uhrzeit am meisten los war. Beim nächsten Markt weißt du dann, wann sich Ablösung lohnt.

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